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    News

    28.02.2017

    Zuzahlungen zum Firmenwagen mindern den geldwerten Vorteil

    Der BFH hat mit zwei Urteilen vom 30. November 2016 seine Rechtsprechung zur Minderung des geldwerten Vorteil durch Nutzungsentgelte zu Gunsten des Steuerpflichtigen modifiziert.

    Entgegen der Sichtweise der Finanzverwaltung vertritt der BFH nunmehr die Auffassung, dass nicht nur ein pauschales Nutzungsentgelt, sondern auch einzelne, individuelle Kosten des Arbeitnehmers bei der Anwendungen der sogenannten 1 %-Regelung steuerlich zu berücksichtigen sind.

    Dies ist für die Praxis von erheblicher Bedeutung. Bisher konnte auch nach Auffassung des BFH der geldwerte Vorteil durch Übernahme individueller Kosten durch den Arbeitnehmer wie Kraftstoffkosten oder Kosten für die Kfz-Versicherung nur dann gemindert werden, wenn der geldwerte Vorteil nach der Fahrtenbuchmethode berechnet wurde. Bei Anwendung der 1 % -Regelung führte die Übernahme solcher Kosten dagegen nicht zu einer Reduzierung des steuerpflichtigen geldwerten Vorteils.

    Der BFH stellte jedoch auch noch einmal klar, dass der Wert des geldwerten Vorteil aus der Dienstwagenüberlassung lediglich bis zu einem Betrag von 0 Euro gemindert werden kann. Übersteigen die Eigenleistungen des Arbeitnehmers den Wert der privaten Dienstwagennutzung und der Nutzung des Fahrzeugs zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, kann dies nicht zu einem geldwerten Nachteil führen. Ein eventuell entstehender negativer Betrag bleibt steuerlich unbeachtlich. Ein Ansatz eines etwaigen negativen Betrages als Werbungskosten ist ebenfalls ausgeschlossen.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

    Ihre Ansprechpartnerin:

    StBin Birgit Graf

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