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    19.12.2019

    Weihnachtsbaumkulturen unterliegen nicht der Grunderwerbsteuer

    Werden Weihnachtsbaumkulturen zusammen mit dem Grundstück erworben, ist der Kauf der Weihnachtsbäume grunderwerbsteuerfrei. Nur der Grund und Boden unterliegt der Grunderwerbsteuer. Weihnachtsbäume sind kein wesentlicher Bestandteil eines Grundstücks, sondern gelten als Scheinbestandteil. Das hat das Finanzgericht Münster (FG) mit Urteil vom 14.11.2019 (Az. 8 K 168/19 GrE) entschieden.

    Im Streitfall hatte der Kläger ein Grundstück mit darauf stehendem Aufwuchs erworben. Im Kaufvertrag war der Kaufpreis in einen Betrag für Grund und Boden und einen Betrag für Weihnachtbaumkulturen aufgeteilt worden. Das Finanzamt (FA) setzte die Grunderwerbsteuer für den Gesamtkaufpreis einschließlich des Teilbetrags für die Weihnachtsbaumkulturen fest.

    Das FG hat der Klage stattgegeben. Für die Grunderwerbsteuer sei der zivilrechtliche Grundstücksbegriff maßgeblich. Gemäß § 93 BGB sind Bäume in Baumschulbeständen, aber auch Weihnachtsbäume keine wesentlichen Bestandteile, sondern Scheinbestandteile. Das heißt, sie sind nur zu einem vorübergehenden Zweck mit dem Grundstück verbunden. Auch im Streitfall habe der Kläger von vornherein beabsichtigt, die Bäume zu fällen und als Weihnachtsbäume zu verkaufen. Diese Absicht zeige sich auch daran, dass die Weihnachtsbäume bilanziell als Umlaufvermögen behandelt worden seien.

    Das FG hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

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