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    07.10.2016

    Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Gebäuden

    Bei der Nutzung eines Gebäudes zu steuerfreien sowie zu steuerpflichtigen Umsätzen, kommt ein Vorsteuerabzug nach § 15 Abs. 4 UStG nur für den auf die steuerpflichtigen Ausgangsumsätze entfallenden Teil des Gebäudes in Betracht. Die Ermittlung des abziehbaren und des nicht abziehbaren Teils der Vorsteuerbeträge nach dem Verhältnis der steuerfreien zu den steuerpflichtigen Umsätzen („objektbezogener Umsatzschlüssel“) ist gemäß § 15 Abs. 4 S.3 UStG nur zulässig, soweit keine andere wirtschaftliche Berechnung möglich ist. Diesen expliziten Vorrang anderer Berechnungsmethoden vor der Berechnung nach Umsätzen hat der BFH mit Urteil vom 10. August 2016 (XI R 31/09) untermauert.

    Die Richter führten im oben genannten Urteil aus, dass der objektbezogene Flächenschlüssel, also die Aufteilung der Gesamtfläche des Gebäudes auf die Flächen welche zu steuerfreien und zu steuerpflichtigen Umsätzen genutzt werden, bei der Vorsteueraufteilung gegenüber dem objektbezogenen Umsatzschlüssel regelmäßig eine sachgerechte und präzisere Berechnung des Rechts auf Vorsteuerabzug bietet. Voraussetzung ist, dass die zu steuerfreien und zu steuerpflichtigen Umsätzen verwendeten Flächen miteinander vergleichbar sind. Dies ist regelmäßig der Fall.

    Die Anwendung des Umsatzschlüssels kann somit zu einer (nachteiligen) Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach § 15a UStG führen, wenn das Finanzamt eine andere wirtschaftliche Berechnung der Vorsteueraufteilung (z.B. den Flächenschlüssel) begründen kann.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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