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    News

    19.08.2016

    Umsatzsteuerliche Konsequenzen bei der Monetarisierung von Videos über Internetplattformen wie zum Beispiel „YouTube“

    Der anwachsende Trend, mit dem Hochladen von Videos im Internet, z.B. via „YouTube“, Geld zu verdienen, ist unverkennbar. Häufig sind den handelnden Personen etwaige umsatzsteuerrechtliche Folgen jedoch nicht bekannt.

    Das Hochladen von Videos gegen Entgelt für das Dulden von eingeblendeter Werbung stellt grundsätzlich eine auf elektronischem Wege erbrachte sonstige Leistung dar. Wird diese sonstige Leistung durch einen Unternehmer i.S.d. § 2 Abs. 1 UStG erbracht, ist sie steuerbar und steuerpflichtig, sofern sie im Inland als ausgeführt gilt. Dies ist der Fall wenn der Empfänger der sonstigen Leistung sein Unternehmen von Deutschland aus betreibt (§3a Abs. 2 UStG). Der „YouTuber“ ist sodann Schuldner der Umsatzsteuer gem. § 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG. Bei Vorliegen der Kleinunternehmereigenschaft i.S.d. § 19 Abs. 1 UStG wird die geschuldete Umsatzsteuer jedoch nicht erhoben. Wird die sonstige Leistung nicht im Inland erbracht, können für den „YouTuber“ ebenfalls umsatzsteuerliche Konsequenzen drohen. Wird sie beispielsweise im übrigen Gemeinschaftsgebiet erbracht, so ist sie in der „Zusammenfassenden Meldung“ nach § 18b Satz 1 Nr. 2 UStG (gilt nicht für Kleinunternehmer) und der Anlage UR zur Umsatzsteuererklärung verpflichtend  anzugeben. Liegt der Leistungsort im Drittland, so hat der „YouTuber“ die anfallende ausländische Umsatzsteuer an den ausländischen Staat abzuführen.  Sieht das ausländische Umsatzsteuerrecht jedoch eine „Reverse-Charge-Regelung“ vor, so hat der Leistungsempfänger die ausländische Umsatzsteuer abzuführen.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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