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    01.07.2019

    „Totgesagte leben länger“ – Sonderabschreibung für neuen Wohnraum beschlossen

    Nach einer über mehrere Monate fortwährenden Hängepartie hat der Bundesrat nun am 28. Juni doch dem Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus (Sonder-AfA) zugestimmt.

    Ziel der Sonder-AfA ist die steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus. Das Gesetz ermöglicht privaten Investoren in den ersten vier Jahren nach Anschaffung oder Herstellung 5% der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Wohnung als Sonder-AfA zusätzlich zur bereits geltenden linearen Sonderabschreibung von 2 % geltend zu machen. So können in den ersten vier Jahren insgesamt 28 % der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Mietwohnung steuerlich abgeschrieben werden.

    Die Sonder-AfA soll für Bauanträge gelten, die zwischen dem 31. August 2018 und dem 31. Dezember 2021 eingereicht wurden. Weitere Voraussetzung ist, dass die Kosten den Betrag von 3.000 Euro pro m² Wohnfläche (ohne Grund und Boden und Außenanlagen) nicht übersteigen, wobei die Bemessungsgrundlage für die Sonder-AfA auf 2.000 Euro/m² begrenzt ist. Die Regelungen gelten für ganz Deutschland, also nicht nur für angespannte Wohnungsmärkte. Für ausgewählte Gebiete wird derzeit unter Fachleuten die Anpassung der Grenze von 3.000 Euro auf 3.500 Euro pro m² Wohnfläche erwägt. Das Objekt muss im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden neun Jahren der entgeltlichen Überlassung zu Wohnzwecken dienen; Ferienwohnungen sind gezielt ausgenommen.

    Die Sonderabschreibungen werden nur gewährt, soweit die EU-rechtlichen Voraussetzungen bezüglich De-minimis-Beihilfen eingehalten sind. Unter anderem darf der Steuervorteil in einem Zeitraum von drei Veranlagungszeiträumen den Betrag von 200.000 Euro nicht übersteigen.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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