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      „Aachen – RWTH, ihre Start-ups und ich (oder Sie?)“: Venture Capital – Eine Option, spannende Investment-Opportunitäten und die Förderung von Aachens Wachstum zu kombinieren

      Aachen ist mit der RWTH der wichtigste Gründungsstandort von Start-ups in Nordrhein-Westfalen – und somit auch einer der wichtigsten Standorte in Deutschland, denn gemäß dem Deutschen Startup Monitor (DSM) kamen im Jahr 2019 20,6% und im Jahr 2020 19,1% der DSM-Startups aus NRW.

      1.Finanzierung von Start-ups

      Unternehmensgründungen mit einer innovativen Geschäftsidee und hohem Wachstumspotential, kurz „Start-ups“, benötigen in ihrer Anfangsphase (und darüber hinaus) häufig rasch finanzielle Mittel, um die innovativen Ideen der Gründer erfolgreich umsetzen zu können. Bei Start-Ups mit digitalem Fokus wird dieser Umstand nochmals dadurch verstärkt, dass die schnelle Skalierung eine erhöhte Rolle spielt.

      Klassische Kredite sind jedoch als Finanzierungsmittel für typische Start-ups aufgrund diverser Umstände üblicherweise unpassend (mangelnde Sicherheiten, Risikoprofil, Cashflow). Mit Venture Capital[1] (VC), wörtlich übersetzt „Risikokapital“ oder „Wagniskapital“, ist eine auf Start-ups zugeschnittene Form der Finanzierung entstanden[2] – im Rahmen von Venture Capital Investitionen erwerben VC-Investoren (in der Regel) eine Beteiligung an dem Start-up, in das sie investieren.

      2.Volkswirtschaftlich positive Aspekte von Venture Capital

      Selbstverständlich wollen Investoren mit dem so eingesetzten Venture Capital in aller Regel eine möglichst hohe Rendite generieren. VC ist darüber hinaus aber auch ein interessantes Werkzeug, um aus volkswirtschaftlicher Sicht positive Effekte zu generieren. Venture Capital fördert die von Start-ups entwickelten Innovationen, es werden Wachstum und Arbeitsplätze kreiert und sozialer und wirtschaftlicher Fortschritt entsteht.

      Laut der KfW Venture Capital Studie 2020 lässt sich auf Industrie- und Länderebene für VC-Investments sogar ein höherer Innovationsoutput verzeichnen als bei unmittelbaren Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

      3.Start-up Ökosystem – Ein paar Akteure

      So hat sich um die Start-up Szene in Deutschland ein Ökosystem mit vielen „Playern“ und „Stakeholdern“ entwickelt; einige können wir kurz nennen.

      Für die Politik spielen Start-ups zum Beispiel u.a. aufgrund ihres positiven volkswirtschaftlichen Aspektes eine zunehmend wichtige Rolle; so werden Start-ups von politischer Seite aus (zurecht) vielfältig unterstützt.[3]

      Natürlich gibt es darüber hinaus die institutionellen Venture Capital Investoren, die häufig als VC-Fonds organisiert sind.

      Auch große Konzerne werden sich der Bedeutung von Start-ups zunehmend bewusst und steigen vermehrt in die Förderung von und Investition in Start-ups ein.[4]

      Doch auch Privatpersonen spielen als Investoren für Start-ups eine nicht zu unterschätzende Rolle, insbesondere um in der frühen Anfangsphase eines Unternehmens für die Anschubfinanzierung zu sorgen.[5] Diese informellen Investoren treten u.a. deswegen überwiegend in Anfangsphasen auf, weil sie häufig näher an den Start-ups dran sind, eine Beteiligung zu diesem Zeitpunkt in der Regel erschwinglicher ist und auch kleinere Investmentbeträge in dieser Phase am Markt üblich (und für den Kick-Off des Start-ups förderlich) sind.[6]

      4.Start-ups und die RWTH

      Da viele Start-ups ihren Ursprung an und um Hochschulen haben, erscheint das universitäre Umfeld für die oben aufgeführten in der Anfangsphase auftretenden informellen Privatinvestoren als prädestiniert. Vielsprechende Start-ups werden sozusagen vor der Haustüre der in der universitären Umgebung befindlichen Investoren gegründet. Durch ein gutes Netzwerk an und um Universitäten haben diese Investoren also einen Wissensvorsprung gegenüber anderen Investoren, welchen sie nutzen können, um als Investor von den Start-up Gründern präferiert an Bord geholt zu werden.

      NRW ist mit seiner hohen Universitätsdichte also nicht nur „für Start-ups ein Wunderland“ (https:nrwalley.de/), sondern auch für risikobereite[7] Privatpersonen, die einen Teil ihres Vermögens in Start-ups investieren wollen und ggf. Freude an den Herausforderungen haben, die die Unterstützung von Start-ups mit sich bringt – und gleichzeitig noch den volkswirtschaftlichen Wachstum in ihrer Region unterstützen möchten.

      Als Teil der universitären Landschaft in NRW – also dem Bundesland, welches gemäß dem DSM 2020 deutschlandweit die meisten Start-ups hervorbringt (!) – sticht die RWTH deutlich als führende Hochschule heraus:

      • als meistgeförderte Hochschule im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW (MWIDE) entwickelten „Exzellenz Start-up Center.NRW“;
      • als unangefochtener Spitzenreiter – mit riesigem Abstand vor der Universität zu Köln – der Top-5-Gründerhochschulen in NRW (Nordrhein-Westfalen Startup Monitor 2020);
      • mit einem Podiumsplatz in der Rangliste der Top-10 Gründerhochschulen des DSM 2020 – die RWTH belegt deutschlandweit hinter der TU München und dem KIT Platz 3.

       

      Und die RWTH steckt sich große Ziele, denn sie will den größten europäischen Tech-Inkubator aufbauen – mit den entsprechenden volkswirtschaftlichen Effekten für Aachen und Umgebung.

      5.Das Potenzial Aachens nutzen

      Das regionale Ökosystem ist für den Erfolg von Start-ups entscheidend (DSM 2019). Venture Capital Geber aller Art sind ein wichtiger Bestandteil dieses Ökosystems. Derzeit fehlt es den Start-ups in NRW für ihre Entwicklung jedoch (auch gemäß „Neue Gründerzeit Nordrhein-Westfalen“ des MWIDE) noch an Venture Capital.[8]

      Die RWTH bringt wie eingangs erwähnt zahlreiche Start-ups hervor, welche für die Entwicklung ihrer Projekte dankbar für Anschubfinanzierungen sind. Aachen bietet somit, nicht zuletzt für die hier ansässigen Privatpersonen ein hohes Potenzial für (zwar risiko- aber auch chancenreiche, und sicherlich spannende) Venture Capital Investments in junge Start-ups – und somit gleichzeitig auch zur Unterstützung der jungen Generation, zur Verbesserung des Aachener Ökosystems und letztlich zur Förderung des regionalen Wachstums. Nun gilt es, dieses Potenzial der Aachener Region zu erkennen und entsprechend aus Aachen heraus und in Aachen zu nutzen – neben Silicon Valley liegt auch die Stanford University.

      Wenn

      • Venture Capital Investitionen für Sie infrage kommen,
      • Sie bereits Investments in Start-ups getätigt haben und Sie diese ggf. (im Rahmen einer Erbschaftsplanung) strukturieren möchten,
      • Sie ein Unterstützung suchendes Start-up sind, oder
      • wir in anderer Weise Ihr Interesse für diese Thematik geweckt haben,

       

      sprechen Sie uns gerne an!

       
      [1] Was Venture Capital eigentlich ist wird Ihnen kurz und knapp hier erklärt: https://www.neumann-schmeer.com/de/?p=4525&preview=true
      [2] In den USA hat sich dieser Markt ab 1950 entwickelt, in Deutschland in nennenswerter Weise in den 90-er Jahren (KfW Venture Capital Studie 2020).
      [3] Exemplarisch finden Sie hier einige dieser Maßnahmen:https://www.neumann-schmeer.com/de/?p=4552&preview=true
      [4] Die Bereitstellung von sog. „Corporate“ Venture Capital oder die Förderung (und ggf. darauffolgende Ausgliederung) von innovativen „Hubs“ im eigenen Konzern sind hier geläufige Formen – siehe:https://www.neumann-schmeer.com/de/?p=4529&preview=true
      [5] Friends, Family & Fools, Business Angels und Family Offices sind hier primär zu nennen – siehe hierzu auch https://www.neumann-schmeer.com/de/?p=4525&preview=true
      [6] In späteren Phasen des Unternehmens treten dann vermehrt die institutionellen VC-Fonds auf den Plan.
      [7] Venture Capital Investments bringen ein erhöhtes Risiko mit sich – dem im Falle des unternehmerischen Erfolgs hohe Renditechancen gegenüberstehen, wenn sich der Unternehmenswert des Start-ups erhöht (KfW Venture Capital Studie 2020).
      [8] Der Venture Capital Markt in Deutschland liegt insgesamt im innereuropäischen Vergleich – und erst recht gegenüber den USA und China – zurück.

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