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    News

    24.02.2017

    Positive Neuigkeiten zum häuslichen Arbeitszimmer

    Der BFH hat in zwei neuen Urteilen vom 15. Dezember 2016 (VI R 53/12 und VI R 86/13) zur Höchstbetragsgrenze bei der Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers, das von mehreren Personen genutzt wird, entgegen seiner bisherigen Rechtsprechung zugunsten der Steuerpflichtigen entschieden.

    Wird ein häusliches Arbeitszimmer von mehreren Steuerpflichtigen gemeinsam genutzt, ist die Höchstbetragsgrenze von 1.250 € personenbezogen anzuwenden. So kann jeder von ihnen seine Aufwendungen hierfür bis zu dieser Obergrenze als Werbungsosten oder Betriebsausgaben geltend machen.

    Der BFH ging bisher von einem objektbezogenen Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer aus. Die abziehbaren Aufwendungen waren somit bei einem Arbeitszimmer immer auf 1.250 € begrenzt, unabhängig von der Anzahl der nutzenden Personen.

    Nach den beiden Urteilen vom 15. Dezember 2016 kann nun von jedem Steuerpflichtigen, der das Arbeitszimmer nutzt, der Höchstbetrag von 1.250 € in voller Höhe in Anspruch genommen werden, wenn er die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt.

    Der auf den Höchstbetrag von 1.250 € begrenzte Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer ist jedem Steuerpflichtigen zu gewähren, dem für seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, wenn er in dem Arbeitszimmer über einen Arbeitsplatz verfügt und die geltend gemachten Aufwendungen getragen hat.

    Bei Ehegatten, die ein gemeinsames Arbeitszimmer in Ihrem gemeinsamen Eigenheim nutzen,  sind die Kosten für das Arbeitszimmer jedem Ehepartner grundsätzlich zur Hälfte zuzuordnen, wenn sie bei hälftigem Miteigentum ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam nutzen. Dies hat der BFH noch einmal bestätigt.

    Im zweiten Fall (Az: VI R 86/13) hat der BFH darüber hinaus betont, dass grundsätzlich  für den Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer feststehen muss, dass dort überhaupt eine berufliche oder betriebliche Tätigkeit entfaltet wird. Der Umfang dieser Tätigkeit muss es glaubhaft erscheinen lassen, dass der Steuerpflichtige hierfür ein häusliches Arbeitszimmer vorhält.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

    Ihre Ansprechpartnerin:

    StBin Birgit Graf

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