• De
  • En
  • Kontakt-Button

    News

    15.09.2016

    Ortsübliche Miete im Fall der verbilligten Überlassung von Wohnraum

    Bei verbilligter Überlassung von Wohnraum an nahe Angehörige kann der volle Werbungskostenabzug nur dann geltend gemacht werden, wenn die Miete mindestens 66% der ortsüblichen Miete für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung entspricht.

    In einem Revisionsverfahren gegen das Urteil  des Finanzgerichts Düsseldorf vom 22. Juni 2015 hatte der BFH darüber zu entscheiden, ob unter der „ortsüblichen Miete“ gemäß § 21 Absatz 2 EStG die Nettomiete („Kaltmiete“) oder die Bruttomiete („Warmmiete“) zu verstehen sei.

    Der IX. Senat des BFH hat nun mit Urteil vom 10.5.2016 – IX R 44/15 klargestellt, dass die Bruttomiete zugrunde zu legen ist.

    Unter Bezugnahme auf ein vorhergehendes Urteil des gleichen Senats sowie Kommentarmeinungen wird darauf verwiesen, dass unter ortsüblicher Miete für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung die ortsübliche Kaltmiete zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung –BetrKV–umlagefähigen Kosten zu verstehen ist.

    Zudem wurde auf die Beachtung einer eventuellen im Mietspiegel enthaltenen Mietspreisspanne verwiesen.

    Die Errechnung der für den vollen Werbungskostenabzug bedeutsamen Entgeltlichkeitsquote von 66% bedarf somit besonderer Sorgfalt.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

    Ihre Ansprechpartnerin: StBin Birgit Graf

    zurück
    sitemap