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    News

    30.08.2018

    Neues BMF-Schreiben zur Dienstwagenüberlassung

    Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat in seinem am 11. April 2018 veröffentlichten Schreiben vom 04. April 2018 die derzeit gültigen lohnsteuerlichen Regelungen bei der Dienstwagenüberlassung zusammengefasst und hierin zahlreiche Zweifelsfragen geklärt. Das Schreiben ersetzt das Merkblatt für den Arbeitgeber vom 01. November 1995 sowie mehrere bisherige Schreiben zum Thema aus der Zeit von 1996 bis 2017 und ist auf alle noch offenen Fälle anzuwenden.

    In dem neuen Schreiben wird unter anderem die Begrenzung des pauschalen Nutzungswerts des überlassenen Fahrzeugs auf die entstandenen Kosten (Kostendeckelung) klargestellt sowie die Handhabung der Versteuerung des geldwerten Vorteils für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte in bestimmten Dienstreise- und Bereitschaftsdienstfällen.

    Außerdem hat das BMF seine Meinung hinsichtlich der Anwendung der Einzelbewertung von Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte im Lohnsteuerabzugsverfahren geändert: Bisher war das BMF der Auffassung, dass der Arbeitgeber im Lohnsteuerabzugsverfahren nicht zur Einzelbewertung der tatsächlichen Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte verpflichtet ist. Verweigerte der Arbeitgeber diese Einzelbewertung, konnte der Arbeitnehmer dies im Veranlagungsverfahren nur nachträglich korrigieren.

    Nunmehr muss der Arbeitgeber auf Verlangen des Arbeitnehmers diese Einzelbewertung – bis auf einzelne Ausnahmefälle – auch im Lohnsteuerabzugsverfahren vornehmen. Die Regelung muss spätestens ab 01. Januar 2019 angewandt werden, bis dahin darf der Arbeitgeber noch nach altem Recht verfahren.

     

    Fragen zum Thema beantworten wir gerne. Sprechen Sie uns an!

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