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    27.01.2014

    Neue Muster für Zuwendungsbestätigungen ab 01.01.2014

    Die Finanzverwaltung hat die neuen Muster für Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigungen) bekanntgegeben. Diese sind verbindlich für alle Zuwendungsbestätigungen zu verwenden, die ab dem 01. Januar 2014 von inländischen Zuwendungsempfängern ausgestellt werden.

    Die recht kurzfristige erneute Überarbeitung der amtlichen Muster für Zuwendungsbescheinigungen durch das Bundesministerium der Finanzen in Abstimmung mit den Finanzbehörden der Länder war insbesondere aufgrund der gesetzlichen Änderungen durch das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes vom 21.03.2013 (BGBl I 2013, 556) erforderlich. Neben den ebenfalls überarbeiteten Erläuterungen und klarstellenden Hinweisen für das Ausfüllen der Formulare, welches bundeseinheitlich sichergestellt und vereinheitlicht sein soll, weist die Finanzverwaltung auf die neu ins Gesetz ein¬geführte Feststellung der satzungsmäßigen Voraussetzungen gemeinnütziger Körperschaften nach § 60a AO hin.

    Gemäß § 60a AO wird die Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen gesondert vom Finanzamt in einem Verwaltungsakt festgestellt. Dieses Verfahren löst die bisherige sogenannte „Vorläufige Bescheinigung“ ab. Übergangsweise bleiben die bislang ausgestellten vorläufigen Bescheinigungen gültig und die betroffenen Körperschaften sind weiterhin zur Ausstellung von Zuwendungsbestätigungen berechtigt. Diese Körperschaften haben in ihren Zuwendungsbestätigungen anzugeben, dass sie durch vorläufige Bescheinigung den steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt worden sind.

    Ist der Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse bisher weder ein Freistellungsbescheid noch eine Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid erteilt worden und sieht der Feststellungsbescheid nach § 60a AO die Steuerbefreiung erst für den nächsten Veranlagungszeitraum vor (§ 60 Abs. 2 AO), sind Zuwendungen erst ab diesem Zeitpunkt nach § 10b EStG abziehbar. Zuwendungen, die vor Beginn der Steuerbefreiung nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG erfolgen, sind steuerlich nicht nach § 10b EStG begünstigt, da die Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse in diesem Zeitraum nicht die Voraussetzungen des § 10b Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 EStG erfüllt. Zuwendungsbestätigungen, die für Zeiträume vor der Steuerbefreiung ausgestellt werden, sind daher unrichtig und können – bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 10b Abs. 4 EStG – eine Haftung des Ausstellers auslösen.

    Um Spenden und Mitgliedsbeiträge an einen Verein oder eine gemeinnützige Organisation steuerlich geltend machen zu können, muss der Spender oder das Mitglied seinem Finanzamt bei der Einkommensteuererklärung eine Zuwendungsbestätigung vorlegen. Eine steuermindernde Berücksichtigung ist jedoch nur dann möglich, wenn eine korrekt ausgestellte Spendenquittung vorliegt. Aus diesem Grund ist es wichtig, die neuen verbindlichen Muster der Finanzverwaltung zu verwenden und damit sicher zu stellen, dass alle erforderlichen Informationen in der Bescheinigung enthalten sind. Die Zuwendungsbestätigungen werden von den gemeinnützigen Spendenempfängern ausgestellt, welche auch aus haftungsrechtlichen Gründen auf eine zutreffende Bescheinigung Wert legen sollten.

    Die aktualisierten Muster der Zuwendungsbestätigungen sind mit Hinweisen zum Ausfüllen der Spendenbescheinigungen im BMF-Schreiben vom 07. November 2013 veröffentlicht worden (BMF, IV C 4-S-2223/07/0018:005 vom 7.11.2013). Es stehen unterschiedliche Vordrucke je nach Zuwendungsempfänger und Art der Zuwendung (Geld- oder Sachspende) zur Verfügung.

    Ab dem 1. Januar 2014 sind die neuen amtlichen Muster zwingend zu verwenden. Die Muster der Spendenbescheinigungen können individuell angepasst werden, soweit sie den verbindlichen Mustern inhaltlich entsprechen und eine DIN A4 Seite nicht überschreiten (z.B. Verwendung eines eigenen Briefkopfes oder Logos).

    Die neuen Zuwendungsbestätigungen sind im Internet-Portal der Bundesfinanzverwaltung unter www.formulare-bfinv.de (Formular-Center, Formulare A-Z, Ordner: G – Gemeinnützigkeit) zu finden. Mit Hilfe des Formular-Management-Systems können dort die Formulare neben dem Download als Blankodatei im PDF-Format auch von den gemeinnützigen Organisationen individuell bearbeitet und ausgedruckt werden.

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