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      News

      05.11.2020

      Nachträgliche Anschaffungskosten auf eine GmbH Beteiligung

      Der Ende 2019 eingeführte § 17 Abs. 2a EStG wird erstmalig eine Regelung zu nachträglichen Anschaffungskosten auf GmbH Beteiligungen geschaffen.

      Die Neuregelung gilt erstmals für Veräußerungen und Aufgaben nach dem 31.7.2019. Es besteht ein Antragsrecht, die Vorschrift auch für Veräußerungen „vor dem 31. Juli 2019″ anzuwenden.

      Bisher wurden Darlehensverluste dem Verlust aus Kapitalvermögen zugeordnet und wirkten sich somit nicht aus, sofern keine Gewinne aus Kapitaleinkünfte erzielt wurden.

      Mit der Einführung des § 17 Abs. 2a EStG zählen Darlehensverluste zu den nachträglichen Anschaffungskosten der Beteiligung, soweit die Gewährung des Darlehens oder das Stehenlassen des Darlehens in der Krise der Gesellschaft gesellschaftsrechtlich veranlasst war. Eine gesellschaftsrechtliche Veranlassung liegt regelmäßig vor, wenn ein fremder Dritter das Darlehen bei sonst gleichen Umständen entweder nicht gewährt hätte oder aber zurückgefordert hätte.

      Der Darlehensverlust wirkt sich nicht im Zeitpunkt des Ausfalls des Darlehens aus, sondern bei Veräußerung oder Aufgabe der Beteiligung.

      Des Weiteren zählt auch der Ausfall von Bürgschaftsregressforderungen oder vergleichbaren Forderungen soweit die Hingabe oder das Stehenlassen der betreffenden Sicherheit gesellschaftsrechtlich veranlasst war, zu den nachträglichen Anschaffungskosten und wirkt sich damit über das Teileinkünfteverfahren zu 60 % einkommensmindernd aus.

       

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