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    01.07.2016

    Musterklauseln der Einheits-GmbH & Co. KG verhindern gewerbliche Prägung nicht

    Bei der Einheits-GmbH & Co. KG hält die KG alle Anteile der Komplementär-GmbH. Der Kommanditgesellschaftsvertrag einer Einheitsgesellschaft bestimmt in der Regel, dass die Komplementär-GmbH hinsichtlich der Wahrnehmung der Gesellschafterrechte der Kommanditgesellschaft an der Komplementär-GmbH von der Geschäftsführung und der Vertretung der Kommanditgesellschaft ausgeschlossen ist. Regelmäßig werden insoweit die Kommanditisten zur Geschäftsführung und zur Vertretung der Kommanditgesellschaft befugt.

    Steuerlich werden die Einkünfte aus einer GmbH & Co. KG, die keine gewerbliche Tätigkeit ausübt (z.B. Vermietung und Verpachtung) dennoch als gewerbliche Einkünfte qualifiziert, wenn ausschließlich die Komplementär-GmbH persönlich haftende Gesellschafterin ist und nur diese oder Nicht-Gesellschafter zur Geschäftsführung befugt sind (gewerblich geprägte Personengesellschaft).

    Nach einer aktuellen Entscheidung des Finanzgericht Münster genügt die Geschäftsführungsbefugnis der Kommanditisten zur Wahrnehmung der Gesellschaftsrechte an der Komplementär-GmbH nicht, um eine Qualifikation als gewerbliche Einkünfte zu verhindern. Soll diese Qualifikation verhindert werden, bedarf es vielmehr einer weitergehenden Anpassung des Kommanditgesellschaftsvertrages.

    Da Revision eingelegt ist, wird der Bundesfinanzhof Gelegenheit haben, die Frage abschließend zu klären. Vorsorglich sollte die Entscheidung bei der Vertragsgestaltung schon jetzt berücksichtigt werden.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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