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    02.07.2018

    Keine Spekulationsteuer auf häusliches Arbeitszimmer bei Verkauf des selbstgenutzten Eigenheims

    Der Gewinn aus dem Verkauf von selbstgenutztem Wohneigentum ist auch dann in vollem Umfang steuerfrei, wenn zuvor Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer abgesetzt wurden. Das entschied das Finanzgericht Köln (FG) in seinem Urteil vom 20.3.2018 (8 K 1160/15).

    Im Streitfall hatte der Steuerpflichtige die selbst bewohnte Eigentumswohnung innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist veräußert. In den Vorjahren war ein häusliches Arbeitszimmer zutreffend geltend gemacht worden, was zu jährlichen Werbungskosten von 1.250 € führte.

    Das Finanzamt (FA) unterwarf den Veräußerungsgewinn von 35.575 €, der anteilig auf das Arbeitszimmer entfiel, der Besteuerung. Eine steuerfreie eigene Wohnnutzung im Sinne von § 23 Absatz 1 Nr. 1 Satz 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) läge nicht vor, so das FA in seiner ablehnenden Begründung.

    Das FG folgte dem nicht und vertrat eine andere Auffassung. Das Arbeitszimmer sei in den privaten Wohnbereich integriert und stelle kein selbständiges Wirtschaftsgut dar. Eine Besteuerung des, auf das häusliche Arbeitszimmer entfallenen, anteiligen Veräußerungsgewinn scheidet damit aus. Ferner bestünde auch ein grundsätzliches Abzugsverbot von Kosten für häusliche Arbeitszimmer in § 4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 1 EStG, das der Besteuerung als privatem Veräußerungsgeschäft entgegensteht.

    Zwischenzeitlich hat das FA Revision beim Bundesfinanzhof in München eingelegt, die unter dem Aktenzeichen IX R 11/18 geführt wird.

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