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    29.01.2016

    Kein Vorsteuerabzug mehr bei Rechnungen mit Postfachadresse!

    Im Urteil vom 22.07.2015 (Az. V R 23/14), welches am 30.11.2015 im Bundessteuerblatt II, S.914, veröffentlicht wurde, verweist der BFH zur Auslegung des Merkmals der „vollständigen Anschrift“ ausdrücklich auf den § 14 Abs. 4 Nr. 1 UStG. Darin werden der vollständige Name und die vollständige Anschrift des Empfängers, sowie des leistenden Unternehmers als Pflichtbestandteile der Rechnung genannt. Nach besagtem Urteil wird diese Norm dahingehend verschärft, dass der leistende Unternehmer die Adresse angeben muss, unter welcher er seine wirtschaftlichen Aktivitäten entfaltet. Der BFH hatte im Streitfall den Vorsteuerabzug aus einer Lieferantenrechnung versagt, weil der Lieferant unter der aufgeführten Rechnungsadresse nur postalisch erreichbar war. Diese Entscheidung könnte bedeuten, dass Rechnungen unter Angabe des Postfaches nicht mehr zum Vorsteuerabzug berechtigen.

    Das Thema unterliegt aufgrund einer Vielzahl von ungeklärten Fragen einem erhöhten Streitpotenzial; die Finanzverwaltung wendet die Grundsätze des Urteils allerdings bereits in der Praxis an.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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