• De
  • En
  • Kontakt-Button

    News

    28.08.2018

    Im Ausland gezahlte Beiträge an Sozialversicherungsträger

    Der Abzug von im Ausland gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen ist nach § 10 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG nur dann möglich, wenn die Beiträge in direktem Zusammenhang mit in Deutschland steuerpflichtigen Einkünften stehen.  Die Regelung war vom Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 18. April 2012 bestätigt worden.

    Das Abzugsverbot verstößt jedoch nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, Urteil vom 22 Juni 2017) im Zusammenhang mit Einkünften, die in Deutschland zwar steuerfrei sind, aber dem Progressionsvorbehalt unterliegen, gegen die Arbeitnehmerfreizügigkeit der EU.

    Aus diesem Grund hatte das Bundesfinanzministerium (BMF) einer neuen Fassung des § 10 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG vorgegriffen und die Voraussetzungen für den Abzug der ausländischen Sozialversicherungsbeiträge neu definiert. Im BMF-Schreiben vom 11. Dezember 2017 wurde klargestellt, dass Vorsorgeaufwendungen, die von Arbeitnehmern getragen werden , die in Deutschland wohnen und in einem EU-Mitgliedsstaat arbeiten und deren Arbeitslohn nach einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) von der inländischen Besteuerung freigestellt ist, unter bestimmten Voraussetzungen als Sonderausgaben zu berücksichtigen sind.

    Im Nachgang zum Schreiben aus Dezember 2017 hat das BMF mit Schreiben vom 22. Januar 2018 eine Arbeitshilfe zur Beurteilung der Kriterien veröffentlicht. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass die Regelungen in allen noch offenen Fällen anzuwenden sind.

     

    Fragen zum Thema beantworten wir gerne. Sprechen Sie uns an!

    zurück
    sitemap