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    06.08.2019

    Häusliches Arbeitszimmer: Kein Abzug für Umbau des privat genutzten Badezimmers

    Kosten für den Umbau eines privat genutzten Raums gehören nicht zu den abziehbaren Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 14. Mai 2019 – VIII R 16/15 entschieden.

    Im Streitfall nutzte der Kläger ein häusliches Arbeitszimmer für seine freiberufliche Tätigkeit als Steuerberater. Das Arbeitszimmer entsprach 8,43% der Gesamtfläche des Hauses. Der Kläger machte von den entstandenen Umbaukosten für das Badezimmer und den vorgelagerten Flur Aufwendungen in Höhe von rund 4.000 € als Betriebsausgaben im Zusammenhang mit seinem häuslichen Arbeitszimmer geltend. Das waren 8,43% der Gesamtkosten der Umbaumaßnahme. Als Grundlage berief er sich auf § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Sätze 2 und 3 des Einkommensteuergesetzes.

    Das Finanzamt verwehrte die Anerkennung der anteiligen Umbaukosten. Alleine der Austausch der Tür zum Arbeitszimmer sei abzugsfähig. Die Vorgehensweise des FA hat der BFH nunmehr als dem Grunde nach zutreffend angesehen.

    Nach dem Urteil des BFH sind Renovierungs- oder Reparaturaufwendungen, wie z.B. Schuldzinsen, Gebäude-AfA oder Müllabfuhrgebühren, die  für das gesamte Gebäude anfallen, nach dem Flächenverhältnis aufzuteilen und damit anteilig zu berücksichtigen. Nicht anteilig abzugsfähig sind Kosten für einen Raum, der ausschließlich oder weit überwiegend privaten Wohnzwecken dient. Erfolgen Baumaßnahmen in Bezug auf einen privat genutzten Raum, fehlt es an Gebäudekosten, die nach dem Flächenverhältnis aufzuteilen und anteilig abzugsfähig sind.

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