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    News

    02.05.2016

    Fahrtkosten bei Vermietung und Verpachtung abziehbar

    Vermieter können Fahrtkosten zu ihren Vermietungsobjekten im Regelfall mit einer Pauschale von 0,30 € für jeden gefahrenen Kilometer als Werbungskosten geltend machen. In besondere Ausnahmen ist aber die Entfernungspauschale (0,30 € nur für jeden Entfernungskilometer) anzuwenden. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 1. Dezember 2015 IX R 18/15 klargestellt.

    Im Streitfall sanierte der Steuerpflichtige in seinen Mietobjekten mehrere Wohnungen. Diese suchte er über 165-mal im Jahr auf. Aufgrund der Vielzahl der Fahrten kam das Finanzamt (FA) zu dem Ergebnis, dass der Steuerpflichtige am Ort der Vermietungsobjekte seine regelmäßige Tätigkeitsstätte habe. Die Fahrtkosten waren deshalb, wie Fahrten von der Wohnung zur Arbeitsstätte, in Höhe der Entfernungspauschale abziehbar. Der BFH gab dem FA Recht.

    Im Regelfall sucht ein Steuerpflichtiger sein Vermietungsobjekt nicht arbeitstäglich auf. Besuche sind üblich zu Kontrollzwecken, bei Mieterwechseln oder zur Ablesung von Zählerständen. In einem solchen Fall ist das Vermietungsobjekt nicht der ortsgebundene Mittelpunkt der Vermietungstätigkeit. Die Fahrtkosten können dann entsprechend den lohnsteuerlichen Grundsätzen mit 0,30 € je gefahrenen Kilometer geltend gemacht werden.

    Besucht der Steuerpflichtige sein Vermietungsobjekt mit einer gewissen Nachhaltigkeit, wird das Vermietungsobjekt seine regelmäßige Tätigkeitsstätte. Im Streitfall war dieser Umstand aufgrund der ungewöhnlich hohen Zahl an Fahrten und der damit praktisch arbeitstäglichen Anwesenheit der Fall. Der Steuerpflichtige konnte daher seine Fahrtkosten nur in Höhe der Entfernungspauschale abziehen.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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