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    08.08.2017

    Doppelte Haushaltsführung – Kosten für Wohnungseinrichtung und Hausrat separat abzugsfähig

    Das Finanzgericht Düsseldorf hat in seiner Entscheidung vom 14.3.2017 – 13 K 1216/16 E bejaht, dass die Kosten für eine Wohnungseinrichtung und Hausrat im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung neben dem monatlichen Höchstbetrag von 1.000 € als Werbungskosten, entweder als sofort abzugsfähige Kosten oder über die Abschreibung, berücksichtigt werden können.

    Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) vertritt hierzu eine andere Auffassung. Gemäß BMF-Schreiben vom 24.10.2014, BStBl 2014 I, 1412, sollen diese Kosten nicht separat abzugsfähig sein, sondern ebenfalls unter den Höchstbetrag von 1.000 € pro Jahr fallen.

    Das Finanzgericht Düsseldorf ist in seiner Entscheidung der Rechtsauffassung des BMF nicht gefolgt mit der Begründung, die Rechtsauffassung des BMF lasse sich nicht aus dem Gesetz herleiten.

    Aus diesem Grunde müssten derartige Aufwendungen neben den Aufwendungen für die Miete auch dann als Werbungskosten geltend gemacht werden können, wenn die 1.000 €-Grenze überschritten wird.

    Die Finanzbehörden haben gegen die Entscheidung des Finanzgerichts unter dem Aktenzeichen BFH VI R 18/17 beim Bundesfinanzhof (BFH)  Revision eingelegt. Die Entscheidung des BFH bleibt abzuwarten.

    In entsprechenden Fällen sollte gegen strittige Bescheide Einspruch eingelegt werden.

     

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    Ihre Ansprechpartnerin:

    StBin Birgit Graf

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