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    30.05.2016

    Eine Sachspende und ihre fiskalischen Folgen – ein meist unbedachtes Detail

    Viele Unternehmer zeigen ihr soziales Engagement unter anderem durch Spenden steuerbefreite gemeinnützige und soziale Einrichtungen. Verbunden mit der altruistischen Tat sind einerseits die Reputation und Anerkennung in der Öffentlichkeit sowie auch der Spendenabzug und die damit verbundene Steuererstattung. Gerade bei Sachspenden übersehen jedoch viele einen zunächst klein wirkenden Umstand der aber ein wichtiges Details ist: die Umsatzsteuer auf die sogenannte unentgeltliche Wertabgabe!

    Grundsätzlich kann eine Sachspende nur die Hingabe eines körperlichen Gegenstandes sein. Eine erbrachte Dienstleistung oder eine sonstige Leistung, für die eine offizielle Rechnung nach § 14 UStG ausgestellt wird, kann nur in Form des Verzichts auf die Bezahlung der Rechnung (abgekürzter Zahlungsweg) als Geldspende gesehen werden.

    Sobald ein körperlicher Gegenstand aus dem Unternehmen für nicht mehr unternehmerische Zwecke entnommen wird, wie es auch bei einer Sachspende der Fall ist, muss zur Kompensation des für den Gegenstand in Anspruch genommenen Vorsteuerabzuges eine Umsatzversteuerung erfolgen. Dies gilt auch für im Unternehmen selbst hergestellte Ware.

    Als Ausnahme von einer Umsatzbesteuerung gilt laut Oberfinanzdirektion Niedersachsen (Verfügung vom 22.12.2015) nur bei einer Spende von Waren, die nicht mehr verkäuflich sind, da der Wert naturgemäß gegen 0,-€ tendiert. Solche Waren sind insbesondere kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums liegende Lebensmittel sowie Frischwaren wie Obst und Gemüse mit Mängeln und falsch etikettierte oder unzureichend befüllte Artikel des Non-Food-Bereiches. Hiervon sind insbesondere die Lebensmittelspenden an die Tafeln und andere Einrichtungen zur Speisenversorgung bedürftiger Menschen betroffen.

    Fazit:

    Bei einer Sachspende muss der Unternehmer zusätzlich die Umsatzsteuer für die Entnahme selbst zahlen, die ihm sonst vom Leistungsempfänger gezahlt wird.

    Getreu dem Motto „Tue Gutes und Rede darüber“ sollten Sie uns in Ihre Überlegungen, eine (Sach-)Spende zu tätigen, einbeziehen, damit wir gemeinsam den optimalen Weg, insbesondere im Dschungel des Spendenrechts finden.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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