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    News

    08.08.2017

    Die ertragsteuerliche Behandlung der Überlassung von E-Bikes durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer

    Elektrofahrräder und e-Bikes werden immer beliebter und werden immer öfter auch von Arbeitgebern als Sachlohn zur Mitarbeiterbindung eingesetzt.

    Hierbei kam es in der jüngeren Vergangenheit häufiger zu Zweifelsfragen hinsichtlich der Bewertung eines daraus erwachsenden geldwerten Vorteils für die Mitarbeiter.

    Die Oberfinanzdirektion (OFD) NRW hat sich aus diesem aktuellen Anlass mit ihrer Kurzinformation vom 17. Mai 2017 zur Behandlung von Elektrofahrrädern befasst, die durch den Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer überlassen werden und bei denen die private Nutzung zugelassen ist.

    In lohnsteuerlicher Hinsicht sind die Ausführungen im BMF-Schreiben vom 15.12.2016 (BStBl I 2016 S.1449 ) entsprechend anwendbar.

    Grundsätzlich soll in den Fällen, in denen der Arbeitgeber als wirtschaftlicher Eigentümer des Fahrrades anzusehen ist, bei Gehaltsumwandlungen wie folgt verfahren werden:

    Der Barlohn des Arbeitnehmers ist um die Leasingrate zu reduzieren.

    Bei (Elektro-)Fahrrädern, die nicht als Kraftfahrzeug einzuordnen sind (Normalfall), ist der Sachlohn mit monatlich 1 % der auf 100 € abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers (brutto) zu ermitteln.

    Bei Elektrofahrrädern, die als Kraftfahrzeug einzuordnen sind (Ausnahme), ist der Sachbezugswert grundsätzlich mit den Werten des § 8 Abs. 2 Satz 2 bis 5 EStG zu ermitteln.

    Ist der Arbeitnehmer wirtschaftlicher Eigentümer, ist die vorgenannte Bewertung des Sachbezuges nicht anzusetzen, sondern muss unter anderen Grundsätzen ermittelt werden.

    Darüber hinaus befasst sich die Weisung der OFD NRW mit der häufig gestellten Frage, wie die etwaige spätere Übertragung des Fahrrads auf die Arbeitnehmer zu bewerten ist. Ein eventueller Preisvorteil steht im Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis und ist in jedem Fall als geldwerter Vorteil lohnsteuerpflichtig.

    Es bestehen laut OFD keine Bedenken, den Endpreis eines (Elektro-)Fahrrades, das dem Arbeitnehmer aufgrund des Dienstverhältnisses nach 36 Monaten der Nutzungsdauer überlassen wird, aus Vereinfachungsgründen mit 40% der auf volle 100 € abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers im Zeitpunkt der Inbetriebnahme einschließlich der USt anzusetzen.

    Ein pauschaler Ansatz eines Restwerts von 10% des Kaufpreises im Zeitpunkt der Übertragung ist grundsätzlich nicht gerechtfertigt, es sei denn, der niedrigere Restwert wurde im Einzelfall in geeigneter Weise nachgewiesen.

     

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

    Ihre Ansprechpartnerin:

    StBin Birgit Graf

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