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    11.09.2019

    Darlehen zur Finanzierung von Währungsverlusten führen nicht zu Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung

    Nimmt der Steuerpflichtige ein Darlehen auf, um ein Fremdwährungsdarlehen abzulösen, welches er zur Anschaffung eines Vermietungsobjekts verwendet hat, sind die Schuldzinsen nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abzuziehen, soweit das Darlehen zur Bezahlung des bei der Umschuldung realisierten Währungskursverlusts verwendet worden ist. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 12.03.2019 (Az.: IX R 36/17) entschieden. Der BFH hat damit die Entscheidung des Finanzgerichts Münster (FG) vom 26.09.2017 (Az.: 12 K 1832/16 E) bestätigt.

    Im Streitfall hatte der Kläger in Vorjahren zwei Wohnungen erworben und mit einem Darlehen in Schweizer Franken (CHF) im Gegenwert von 105.000 € finanziert. Nachdem die Rückzahlungsverpflichtung des Darlehens aufgrund der Veränderung des Wechselkurses zwischen Euro und Schweizer Franken auf 139.310 € gestiegen war, hat der Steuerpflichtige das CHF-Darlehen in ein Euro-Darlehen umgeschuldet.

    Die Zinsen für das neue Euro-Darlehen machte der Steuerpflichtige als Werbungskosten bei der Vermietung und Verpachtung geltend. Das Finanzamt (FA) berücksichtigte die Zinsen nur anteilig, da das Darlehen zum einen der Umschuldung von Anschaffungskosten von 105.000 € diene und zum anderen den Währungsverlust von 34.000 € finanziert. Schuldzinsen, die mit dem Währungsverlust in Zusammenhang stünden, seien nicht abziehbar, der Werbungskostenabzug entsprechend zu kürzen.

    Nach dem FG hat nunmehr auch der BFH die Richtigkeit der Handlung des FA bestätigt. Der BFH führt dazu in seiner Begründung aus, dass Schuldzinsen grundsätzlich Werbungskosten sein können, sofern ein Veranlassungszusammenhang zwischen den Schuldzinsen und der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung gegeben ist. Dies gilt auch nach einer Umschuldung.

    Soweit mit dem Darlehen Kursverluste finanziert werden, fehlt es an dem Zusammenhang zwischen Zinsausgabe und Vermietungseinnahme. Damit ist dieser Teil der Schuldzinsen steuerlich unbeachtlich.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

     

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