• De
  • En
  • Kontakt-Button

    News

    30.05.2017

    Bewertung von Start-Ups und innovativen Unternehmen

    Für Gründer und Entrepreneure, die ihrem Unternehmen zu frischem Kapital verhelfen möchten, ist es wichtig, eine objektive Einschätzung des Unternehmenswertes ihres Start-Ups zu erhalten.

    Sowohl Ausgründungen von Entwicklungskonzepten, die aus Universitäten und Forschungseinrichtungen hervorgehen als auch junge Gründer innovativer Geschäftsmodelle finanzieren sich zunächst häufig aus eigenen Mitteln oder mit Hilfe der Unterstützung von Freunden, Familien und bereits bestehenden Partnerschaften. Ist die Forschung jedoch kapitalintensiv oder sind größere Wachstumsschritte beabsichtigt, um die Geschäftsidee voranzutreiben, erfolgt die Suche nach einen Investor, der das Start-Up mit seiner Liquidität und, im Idealfall, auch mit seiner Expertise unterstützt.

    Gängig ist dabei oft zunächst der Einstieg eines sogenannten Business Angels oder einer Venture Capital-Gesellschaft. Da die Investoren in der Regel kein Darlehen geben, sondern als Gesellschafter an der zukünftigen Entwicklung des Geschäftsmodells partizipieren möchten, ist die Gewährung von Gesellschaftsanteilen unumgänglich.

    Die Bewertung junger Unternehmen ist in solchen Fällen im Vergleich zur Wertermittlung von reifen Gesellschaften diffizil, da die zukünftige Entwicklung deutlich unsicherer ausfällt und klassische Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung nur bedingt angewendet werden können.

    Als Alternative zu einer Cashflow-Betrachtung kann die Venture-Capital-Methode angewendet werden. Dieses Praktikerverfahren untersucht im Vergleich zu einer integrierten Unternehmensplanung lediglich zwei wertbeeinflussende Aspekte: Den Cashflow beim Ausstieg („Exit“) des Investors sowie das Risiko der Investition.

    Da das Start-Up während Anlaufphase keine Ausschüttungen vornehmen und die Überschüsse stattdessen reinvestieren wird, ist nur der Cashflow zum Ende des Investments zu schätzen. Zur Ermittlung des Investitionsrisikos eignen sich klassische Kapitalmarktmodelle wie das CAPM nicht, da das hohe Risiko eines jungen Unternehmens im Vergleich zu börsennotierten Gesellschaften nur unzureichend abgebildet wird. Stattdessen sollte die geforderte Mindestverzinsung des Investors oder vergleichbarer Unternehmen als Maßstab dienen. Durch Diskontierung des Cashflows beim Exit mit dem Risiko der Investition ergibt sich der Wert des Start-Ups.

    Die Venture- Capital-Methode kann einen indikativen, schnellen und mit wenig Aufwand verbundenen Unternehmenswert liefern. Allerdings empfiehlt es sich, neben dieser ersten und indikativen Abschätzung eine (in der Regel mehrwertige) integrierte Unternehmensplanung (Ertrag, Bilanz und Cashflow) aufzustellen. Nur auf diese Weise ist es möglich, den erforderlichen Kapitalbedarf verlässlich abzuschätzen und etwaige Inkonsistenzen aufzudecken.

    Wir beraten Sie gerne unverbindlich. Sprechen Sie uns an.

    zurück
    sitemap