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    News

    27.08.2018

    Auch von Dritten bezahlte Sportler sind Arbeitnehmer des Vereins

    Das Sozialgericht (SG) Hamburg hatte über einen Fall zu entscheiden, in dem ein Sportler pro forma von einem Sponsor beschäftigt worden war und der aufgrund einer Nebenabrede für den gesponsorten Verein tätig war. Der Sportler, ein Fußballer, war bei dem Sponsor als geringfügig Beschäftigter angestellt. Der Sponsor verpflichtete ihn, am Training und an den Spielen des Vereins teilzunehmen.

    Im Zusammenhang mit der Tätigkeit bei dem Verein, einem Fußballverein, erlitt der bei dem Sponsor angestellte Spieler einen Sportunfall.

    Das Sozialgericht (SG) Hamburg hat in einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden, dass in diesem und vergleichbaren Fällen die gesetzliche Unfallversicherung eintreten muss (SG Hamburg, Urteil vom 08.08.2017, Az. S 40 U 231/15).

    Ursprünglich hatte sich die Unfallkasse geweigert zu zahlen, als der Sportler einen Sportunfall erlitten hatte. Sie vertrat die Auffassung, dass kein Arbeitsverhältnis bestand. Das SG schloss wegen der Nebenabrede auf ein Beschäftigungsverhältnis zwischen Sportler und Verein, auch wenn das Geld letztlich von dritter Seite stammte.

    Grundsätzlich sind solche Fallgestaltungen mit äußerster Vorsicht zu behandeln. Zwar ermöglichen sie für den Sponsor den Betriebsausgabenabzug der Unterstützung für den Verein, sie bergen jedoch möglicherweise arbeitsrechtliche und auch schenkungsteuerliche Risiken.

     

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