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    News

    01.04.2016

    Aktuelles zur Umsatzsteuer bei der Fahrzeugüberlassung an Personal

    Bei der Fahrzeugüberlassung an Personal muss der Arbeitgeber sowohl lohnsteuerliche als auch umsatzsteuerliche Besonderheiten beachten.

    Zur Umsatzsteuer hat die OFD Niedersachsen mit einer Verfügung vom 02. September 2015 weitere relevante Details geregelt.

    Grundsätzlich führt die Fahrzeugüberlassung an Personal für private Zwecke und zu Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zu lohnsteuerpflichtigem Arbeitslohn. Daneben liegt, in der Regel in der Höhe des lohnsteuerpflichtigen Sachbezugswertes, ein umsatzsteuerlicher Leistungsaustausch vor.

    Die Finanzverwaltung sieht in der Fahrzeugüberlassung einen Vermietungstatbestand. Daher richtet sich der Ort der Leistung nach dem Wohnsitz des Arbeitnehmers. Liegt dieser im Ausland, ist die Leistung nicht in Deutschland steuerbar und steuerpflichtig, sondern gegebenenfalls im Ausland. Hieraus können möglicherweise erhebliche steuerliche Risiken und sonstige Nachteile entstehen.

    Die OFD Niedersachsen hat in ihrer Verfügung vom 02. September 2015 zudem klargestellt, dass die Überlassungsleistung an den Arbeitnehmer generell umsatzsteuerpflichtig ist, auch wenn der Arbeitgeber sonst nur umsatzsteuerfreie Ausgangsleistungen erbringt. Somit ist auch die Fahrzeugüberlassung an Angestellte von Ärzten oder Versicherungsunternehmen  in jedem Fall grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Die Steuerbefreiung für sogenannte Hilfsumsätze greift hier nicht.

    Zur Vereinfachung können für die Umsatzbesteuerung der Fahrzeugüberlassungsleistung die lohnsteuerlichen Werte herangezogen werden. Dies gilt sowohl bei der Fahrtenbuchmethode als auch bei der pauschalen Wertermittlung nach der sogenannten „1-Prozent-Regelung“. In einzelnen Fällen, beispielsweise bei der doppelten Haushaltsführung oder der nur gelegentlichen privaten Nutzung von Dienstfahrzeugen, können die umsatzsteuerlichen Werte von den lohnsteuerlichen abweichen.

    Die OFD Niedersachsen stellt außerdem noch einmal klar, dass, soweit die Überlassung über das Zurverfügungstellen von Pkw-Parkplätzen auf dem Betriebsgelände hinausgeht, steuerbare und steuerpflichtige Umsätze vorliegen. Zum Betriebsgelände zählen nach herrschender Meinung auch vom Arbeitgeber angemietete Parkplätze auf betriebsexternem Gelände. Das kostenfreie Zurverfügungstellen von Stellplätzen für Fahrzeuge anderer Art, beispielsweise Wohnwagen, führt zu steuerbaren und steuerpflichtigen Umsätzen.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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