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    News

    10.10.2019

    Aktuelles zum Verpflegungsmehraufwand

    Im Zusammenhang mit der Ermittlung der Verpflegungsmehraufwendungen, die Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern bei mindestens achtstündigen Dienstreisen steuerfrei ersetzen können, müssen dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber gestellte Mahlzeiten berücksichtigt werden.

    Erhält der Arbeitnehmer während der Dienstreise durch seinen Arbeitgeber oder von ihm beauftragte Dritte (zum Beispiel Fluggesellschaften, Kunden) eine kostenlose Mahlzeit, muss der auszuzahlende Verpflegungsmehraufwand um einen für Frühstück, Mittagessen und Abendessen festgelegten Betrag gekürzt werden. Hierbei müssen nur Mahlzeiten gekürzt werden, bei denen es sich um „Mahlzeiten“ im Sinne des Reisekostenrechts handelt. Grundsätzlich richtet sich die Handhabung nach den Vorschriften des Schreibens des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) vom 24.10.2014.  Die Definition, was als „Mahlzeit“ im Sinne des Reisekostenrechts gilt, ist darin jedoch recht eng gefasst.  Anfang 2015 wurde daher bereits folgende Klarstellung veröffentlicht:

    Ein im Flugzeug morgens um 9:00 Uhr gereichtes Sandwich stellt ein Frühstück, eine „Mahlzeit“, dar, der steuerfreie Verpflegungsmehraufwand muss daher um 4,80 € gekürzt werden. Ein im Flugzeug um 15:00 Uhr gereichtes Kuchenstück stellt jedoch nach überarbeiteter Ansicht der Finanzverwaltung keine „Mahlzeit“ im Sinne des Reisekostenrechts dar, hier muss kein Betrag gekürzt werden. Auch im Flugzeug gereichte Snacks wie Chipstüten, Müsliregel, Salzgebäck oder Schokowaffeln stellen keine „Mahlzeit“ im Sinne des Reisekostenrechts dar und führen somit regelmäßig nicht zur Kürzung der erstattungsfähigen Verpflegungsmehraufwendungen. Dies bestätigte das BMF in einem Schreiben vom 19. Mai 2015.

    Grundsätzlich muss jedoch jeder Fall für sich betrachtet werden. Art und Zeitpunkt der überlassenen Mahlzeiten werfen hierbei oft weiterhin Fragen auf – Kürzungsfall oder nicht? Handelt es sich überhaupt um eine „Mahlzeit“ im Sinne des Reisekostenrechts?

    Erfreulich ist daher eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH), die die Einordnung weiter vereinfacht: gemäß BFH-Urteil vom 3. Juli 2019 – IV R 36/17 gelten unbelegte Brötchen mit einem Heißgetränk nicht als Frühstück – somit also nicht als „Mahlzeit“ im Sinne des Reisekostenrechts.

    Sofern Ihren Arbeitnehmern im Außendienst beim Kunden zum Beispiel lediglich Rosinenbrötchen oder unbelegte Salzbrezeln und Kaffee oder Tee zum kostenlosen Verzehr bereitgestellt werden, brauchen Sie die steuerfreien Verfügungspauschale nicht zu kürzen.

     

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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