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    News

    24.11.2016

    Abschlussprüferwechsel zwingend?

    Kapitalmarktorientierte Unternehmen müssen im Hinblick auf ihre Abschlussprüfer in Zukunft neue Regeln beachten. Das sehen die geänderte EU-Richtlinie und die EU-Verordnung vom 27. Mai 2014 zur Abschlussprüfung vor. Die neuen Regeln gelten ab dem 17.06.2016. Bis dahin sah der deutsche Gesetzgeber die externe Rotation des Abschlussprüfers gar nicht vor.

    Nach der EU-Verordnung muss künftig der Abschlussprüfer nach 10 Jahren rotieren; allerdings können die EU-Mitgliedsstaaten eine Verlängerung um weitere 10 Jahre auf insgesamt 20 Jahre für den Fall vorsehen, dass der bestehende Abschlussprüfer beibehalten werden soll. Voraussetzung dafür ist, dass das kapitalmarktorientierte Unternehmen die Abschlussprüfung nach 10 Jahren öffentlich ausschreibt.

    Mit Verabschiedung des AReG (Abschlussprüfungsreformgesetz) wird erstmals auch in Deutschland eine externe Pflichtrotation nach maximal 10 Jahren eingeführt. Bei externer Ausschreibung kann diese Frist um weitere 10 Jahre verlängert werden.

    Damit könnte ein Abschlussprüfer bspw. für ein DAX-Unternehmen bis zu 20 Jahre tätig sein.

    Unabhängig von der externen Rotation besteht die interne Rotation weiter fort, nach der der verantwortliche Prüfungspartner einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach sieben Jahren wechseln muss (nur bei kapitalmarktorientierten Unternehmen).

    Diese Regelungen gelten allerdings nur für kapitalmarktorientierte Unternehmen (sog. § 319a-Mandate).

    Für nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen bestehen keine gesetzlichen Rotationsregelungen, d. h. keine Verpflichtung, den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer jemals wechseln zu müssen.

    Wir beraten Sie gerne. Sprechen Sie uns an.

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